Long Island Iced Tea

Es gibt zahlreiche Legenden zum Ursprung des Cocktails. So soll er zur Zeit der Alkoholprohibition in den USA (1919–1932) entstanden sein, da Aussehen und Name über seinen recht beträchtlichen Alkoholgehalt hinwegtäuschten. Anderen Versionen zufolge soll er von einer reichen, gelangweilten Hausfrau auf Long Island im US-Bundesstaat New York erfunden worden sein. Diese habe beim heimlichen Griff in die Hausbar von jeder Flasche nur eine geringe Menge entnommen, da ihr Mann davon nichts bemerken sollte. Zur Tarnung habe sie den Drink mit Cola aufgefüllt. Tatsächlich tauchte der Long Island Iced Tea erst Ende der 1970er Jahre auf. Seine Erfindung wird oft Robert C. Butt („Rosebud“) zugeschrieben, Barkeeper im OBI (Oak Beach Inn) in Hampton Bays, Suffolk County (New York). Als gesichert gilt, dass der Drink in den USA entstanden ist. Deshalb auch „Iced“, obwohl sehr oft auf Barkarten „Ice“ zu lesen ist.

Zubereitung: Die Spirituosen Rum, Wodka, Gin, Tequila und Triple Sec Curaçao werden, meist zu gleichen Anteilen, mit Zitronen- oder Limettensaft und Zuckersirup in ein großes, mit Eiswürfeln gefülltes Longdrink- oder Fancy-Glas gegeben, mit Cola aufgefüllt und umgerührt.[1] Garniert wird häufig mit einer Zitronenscheibe.

 

Da verschiedene Basisspirituosen miteinander kombiniert und darüber hinaus mit Likör, Zitrussäften und Cola gemischt werden, ist ihr typischer Eigengeschmack im Long Island Iced Tea kaum noch zu erschmecken, und der hohe Alkoholgehalt wird kaschiert. Dadurch ist der Drink auf Partys und in der Szenegastronomie beliebt, zumal er mit qualitativ einfachen Spirituosen und in kurzer Zeit hergestellt werden kann. In Fachkreisen und von professionellen Barkeepern werden Mischungen aus bestimmten bzw. zu vielen verschiedenen Basisspirituosen dagegen oft abgelehnt[2], so dass der Long Island Iced Tea in vielen Barbüchern gar nicht vorkommt.[3]

 

Literaturverzeichniss: de.wikipedia.org/wiki/Long_Island_Iced_Tea [1] Dale DeGroff: The Essential Cocktail. The Art of Mixing Perfect Drinks. New York, 2008, ISBN 978-0-307-40573-9, S. 84f [2] So Charles Schumann im Vorwort zu: American Bar. The Artistry of Mixing Drinks. München 1991, ISBN 3-89910-006-9, der den Drink entsprechend nicht in sein 500 Cocktails umfassendes Standardwerk aufnahm. [3] So wird der Long Island Iced Tea bei Uwe Voigt nicht einmal erwähnt: Das große Lehrbuch der Barkunde. Ein praktischer Leitfaden für Berufsbarkeeper, Barmeister und Barmanager. Stuttgart 2007, ISBN 978-3-87515-018-6.