Pina Colada

Pina-= Ananas, Colada= recht cremiger und süßer tropischer Cocktail

Die „Erfindung“ der Piña Colada wird in der Literatur meist mit der Caribe Hilton’s Beachcomber Bar der Ende 1949 eröffneten Hotelanlage Caribe Hilton in Puerto Rico in Verbindung gebracht und vom Hotel selbst auf den 15. August 1954 datiert, wobei sowohl das genaue Datum als auch die weiteren Umstände und das Originalrezept unter den noch lebenden Zeitzeugen, die der amerikanische Cocktailhistoriker Jared Brown im Jahr 2005 befragte, umstritten sind.[6] Einer anderen Version zufolge entstand die „Piña Colada“ 1963 in der Bar La Barrachina in San Juan, Puerto Rico. Eine Tafel an dem Gebäude erinnert noch heute an diese „Erfindung“ des Barkeepers Ron Ramon Portas Mingot. Tatsächlich aber waren Getränke mit Ananas, Kokosnuss und Rum schon wesentlich früher bekannt. So soll der Pirat Roberto Cofresí (1791–1825) aus Cabo Rojo eine Mischung aus diesen Zutaten bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts an seine Seeleute ausgeschenkt haben.[7] Ob die Legende stimmt, ist heute nicht mehr nachzuvollziehen, aber sie ist plausibel: der in der Karibik destillierte Rum wurde zu jener Zeit nicht nur von der britischen Marine, sondern auch von Piraten an ihre Besatzungen ausgeschenkt, und zwar vorzugsweise verdünnt;[8] Kokoswasser, also die in einer Kokosnuss enthaltene Flüssigkeit, diente seit jeher als Trinkwasserersatz, wenn keine natürlichen Quellen vorhanden waren, und Ananas wurden noch vor Ende des 16. Jahrhundertes in den meisten tropischen Ländern angebaut. Allerdings wird Cofresís Getränk noch ohne Eis ausgekommen sein.

 

Zubereitung: Eine Piña Colada wird in der Regel aus weißem karibischen Rum, Kokosnusscreme (engl. Cream of Coconut, einer zähflüssigen, fetthaltigen und leicht gesüßten Masse aus dem Fleisch der Kokosnuss), frischer Ananas bzw. Ananassaft und zerstoßenem Eis im elektrischen Blender zubereitet. Oft wird noch Sahne hinzugefügt und gelegentlich der weiße Rum ganz oder teilweise durch einen kräftigeren goldenen oder braunen Rum ersetzt.

 

Literaturverzeichnis de.wikipedia.org/wiki/Pi%C3%B1a_Colada : [5] Jared Brown: If you Like Piña Coladas. The History of the Piña Colada. In: Mixologist. The Journal of the American Cocktail. Mixellany, New York 2005, ISBN 0-9760937-0-7, S. 90ff. [7]Con diez cañones por banda... y una piña colada en la mano . El Nuevo Diario, EFE (9. Juli 2008). Abgerufen am 27. Januar 2010 [8] Wayne Curtis: and a Bottle of Rum. New York 2006, ISBN 1-4000-5167-3, S. 58f